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Berichte

Zum Gastbeitrag von SR Maya Graf in der BaZ vom 17. Februar, Seite 18

Wie eine linksgrüne Frau das Verhüllungsverbot mit dem Argument «Frauenrechte» bekämpfen kann, ist für den aufgeklärten Bürger in der westlichen Welt nicht nachvollziehbar. Einst hat die Befreiung der Frau zum historischen Auftrag der Linken gezählt. Heute ist die Kleider-Apartheid der Frau im Islam für sie Ausdruck einer zu respektierenden Kultur und die Verschleierung ein Akt weiblicher Selbstbestimmung. Wie tönt das wohl für Frauen in Saudi-Arabien oder Iran? Wer sich dort vom Verschleierungszwang befreien will, riskiert Gefängnis und Folter.

Ein Verhüllungsverbot ist keine Kleidervorschrift, sondern befreit Frauen von Erniedrigung und Unterdrückung. In aufgeklärten europäischen Staaten wie der Schweiz verhüllt kein freier Mensch, der nichts Böses plant, sein Gesicht. Nicht erwähnt hat frau, dass sich das Verhüllungsverbot nicht nur gegen fundamentalistische Islamisten, sondern auch gegen Chaoten, Hooligans und andere Extremisten richtet. Oder hat frau gar kein Interesse, dass die Randalierer an den 1. Maikundgebungen oder bei den Saubannerzügen der Reitschule in Bern identifiziert und bestraft werden? Ein weiteres schlagendes Argument die Verhüllungsinitiative anzunehmen, ist der indirekte Gegenvorschlag, welcher bei Ablehnung der Initiative automatisch in Kraft träte. Dieser hat so gut wie nichts mit Schleiern oder Verhüllungen zu tun, belästigt dafür aber die ganze Schweizer Bevölkerung mit zusätzlichen staatlichen Gleichstellungs- und Erziehungsprogrammen. Auch deshalb braucht es am 7. März ein klares JA zur Verhüllungsinitiative.

Peter Riebli, Landrat, Fraktionspräsident SVP, Buckten

Die SVP BL resp. die Parteileitung empfiehlt für die Abstimmungen vom 7. März 2021 wie folgt abzustimmen:

Eidgenössische Abstimmungen:

JA zur Volksinitiative vom 15. September 2017 «Ja zum Verhüllungsverbot»

JA zur Bundesgesetz vom 27. September 2019 über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz, BGEID)

JA zur Bundesbeschluss vom 20. Dezember 2019 über die Genehmigung des Umfassenden Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien

Kantonale Vorlagen:

NEIN zur Formulierte Gesetzesinitiative «Die gigantische und unerfüllbare Anzahl von 3’500 Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass vom 29. August 2019

JA zur Revision des Gesetzes über die Bekämpfung der Schwarzarbeit (GSA)

JA zur Revision des Arbeitsmarktaufsichtsgesetzes (AMAG)

Wir konnten letzte Woche endlich unsere Generalversammlung durchführen. Der bestehende Vorstand wurde wieder gewählt sowie zwei neue Mitglieder.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Fredi Binggeli, Frank Bader, Nicole Roth, Rico Junker (neu), Susanne Strub, André Spörri (neu) und Peter Riebli (nicht auf dem Bild Beat Munsch).

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die SVP nicht in der Gemeindekommission in Sissach vertreten. Nun greifen wir mit einer Kandidatin und zwei Kandidaten an.
Wir empfehlen am 9. Februar 2020 Frank Bader, Nicole Roth (beides Vorstandsmitglieder) und Oliver Sutter zur Wahl in die Gemeindekommission.

Für den Gemeinderat tritt Fredi Binggeli erneut zur Wahl an.

2020 wird ein spannendes Jahr für uns in Rümlingen. Wir werden unsere drei Ölheizungen auf eine zentrale Holzschnitzelheizung umrüsten, die Arbeiten für die Revision Zonenplan Landschaft aufnehmen, den Kreisschulvertrag überarbeiten und Projekte initiieren, um unsere Gemeinde fit für künftige Herausforderungen zu machen.  Neben all diesen grossen und kleinen Brocken gilt es auch den Tagesbetrieb zu bewältigen.  Und es finden – wie alle vier Jahre –wieder Gesamterneuerungswahlen der Exekutivmitglieder statt.

Schon so manches Ratsmitglied aus den Gemeinden im Homburgertal hat mitgeteilt, nicht mehr anzutreten. Mit ihnen geht viel Erfahrung und Wissen verloren, dass durch ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger zuerst  wieder erarbeitet werden muss. Natürlich gibt man sich grosse Mühe, bei der Dossierübergabe an alles Wichtige zu denken, sagt welches Ziel verfolgt werden soll und doch – und dass ist das Schöne an unserem Milizsystem – ein Jeder und eine Jede bringt ihre ganz persönliche Couleur mit in die Gremien mit ein.

2020 wird also ein Jahr der Veränderungen in den politischen Exekutivbehörden. In Rümlingen starten wir bereits zum Jahresbeginn in neuer Zusammenstellung und es zeichnet sich keine Vakanz für die neue Periode ab. So könnten wir den Gesamterneuerungswahlen entspannt entgegen schauen. Könnten… denn die vielen Änderungen in den Behörden im Tal haben auch Auswirkungen auf unser Dorf.

Um zu verstehen, wieso all diese Wechsel  auch auf das tägliche Leben in Rümlingen Einfluss haben werden muss man wissen, dass wir in vielen Bereichen eng mit unseren Nachbargemeinden zusammenarbeiten. Nicht nur haben wir mit anderen Gemeinden eine gemeinsame Schule, wir arbeiten auch in den Bereichen Feuerwehr, Alters- und Pflegeheime, Wasserversorgung, Forst und Friedhofmit mehreren Gemeinden zusammen. Ganz zu schweigen von den grossen gemeinsam getragenen Bereichen wie der KESB, der regionalen Musikschule oder dem Zivilschutz.

All das sind Gebiete, wo wir in überkommunalen Gremien mit anderen Exekutivmitgliedern zusammen arbeiten. Mit den Gesamterneuerungswahlen wird so auch in diesen Arbeitsgruppen neuer Wind einziehen. Vielleicht bleibt alles beim Alten, aber vielleicht werden auch alte Wege verlassen und Neues gewagt.

An einem Podiumsgespräch wurde Ulrich Giezendanner, alt Nationalrat und Transportunternehmer, gefragt, ob er für seinen Sohn, welcher ihn im Nationalrat ablöst, einen Ratschlag bereit habe. Ohne lange zu überlegen meinte Giezendanner, dass er ihm das gleiche Raten werde, was ihm in seiner Anfangszeit im Parlament von seinem Mentoren geraten wurde: „Jeder hier hat auf seine Weise das Beste für die Schweiz zum Ziel. Schau daher auf den Menschen hinter dem Politiker. Versuche ihn zu verstehen, auch wenn du mit seinem Standpunkt nicht einverstanden bist.“ Es freut mich immer wieder, dass sich Menschen bereit erklären, einen Teil ihrer Freizeit in den Dienst der Gemeinde zu stellen und mit viel Einsatz nicht nur zum Funktionieren, sondern zum Gelingen beizutragen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit, wo durch Aufbruch und Tradition das Beste für die Gemeinden hervorgebracht wird. 2020, du kannst kommen.

Beim Lesen eines Magazins bin ich auf einen Artikel gestossen, der die Frage nach der Ethik in der Wirtschaft zu beantworten versucht. Darin schreibt ein Wirtschaftsanwalt, dass bei der Vernachlässigung von Tugenden wie Ehrlichkeit, Integrität und fairer Umgang langfristig alle nur verlieren können.

Ein Professor der Manchester Business School konnte gar nachweisen, dass das ethische Verhalten von Unternehmen immer mehr im Fokus der Aussenwirkung steht. Schon die kleinste Übertretung allgemein akzeptierter Normen kann durch die hohe mediale Vernetzung unseres digitalen Zeitalters zum unkontrollierten „Shit-Storm“ anwachsen. Das Unwort „Reputationsschaden“ hängt wie ein Damoklesschwert über so mancher Manager-Position.

Aber warum verhält man sich überhaupt „unethisch“? Laut Verhaltensökonom Dan Ariely liegt der Grund in der „kognitiven Flexibilität“ welche uns Menschen eigen ist. Auf Deutsch: wir sind sehr gut darin, uns selbst zu täuschen. So können wir unser unentdecktes Fehlverhalten für uns so zurechtbiegen, dass unser inneres Alarmsystem verstummt. Wird unser Fehlverhalten aber doch entdeckt, reisst es nicht nur uns sondern zugleich auch das kollektive Wertesystem in eine Abwärtsspirale. Ganz im Stile von, wenn der oder die darf, darf ich auch. Aber gibt es überhaupt so etwas wie eine ethische Norm?

Der Wirtschaftsanwalt Simon Edwards schreibt, dass es drei Dinge braucht, um nicht ethisches Verhalten in den Griff zu bekommen: Einen Grund, gut zu sein. Unterstützung um gut zu sein. Gnade, wenn wir trotzdem falsch handeln. Was aber „gut“ ist, kann auf zweierlei Weise definiert werden. Man stützt sich entweder auf ein externes Wertesystem ab wie z.B. die zehn Gebote oder aber die Mehrheit der involvierten Personen geben an, was richtig oder falsch sein soll.

Letzteres ist die Basis unserer Demokratie und der Bogen von der Wirtschaft hin zur Politik somit gespannt. Auch hier ist ethisches Verhalten gefragt. Die Mehrheit entscheidet an der Urne oder der Versammlung, was gilt und was nicht mehr gilt. Doch das Problem ist, dass auch die Mehrheit zuweilen falsch liegt. Wie war das Kollektiv früher doch davon überzeugt, dass z.B. die Erde eine Scheibe und als solche Zentrum des Universums ist.

Das wirft die Frage auf, ob künftige Generationen widerlegen werden, wovon wir heute felsenfest überzeugt sind. Wir tun daher gut daran, die eingangs erwähnten Tugenden auch in der Politik und im Leben allgemein zu wahren. Ich soll und darf meine Meinung haben und diese Vertreten, aber Personen anderer Meinung zu denunzieren – woher nehme ich die ethische Berechtigung für ein solches Verhalten? Ist es gut, nur weil es alle zu tun scheinen? Darum einmal ein grosses Merci an all die ehrlichen, integeren und fairen Menschen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Danke, ringt ihr darum, gut zu sein. Danke, geht ihr mit Lob und Kritik auf Menschen zu und sucht das Gespräch. Dank euch geht es uns gut. Ihr wisst, wen ich meine – dank oder trotz unserer kognitiven Flexibilität.

Anfang 2018 entstand ein Erfahrungsaustausch aller Primarschulräte im Einzugsgebiet der Sek Sissach. Es werden auch immer wieder Referenten eingeladen um Bereiche zu präsentieren, mit welchen man sich im Alltag sonst kaum auseinandersetzt.

Letzte Woche hat sich das Care-Team Baselland vorgestellt. Sollten Sie nicht wissen, was das ist – dann dürfen Sie sich eigentlich glücklich schätzen. Denn zum Einsatz kommt dieses Team nur, wenn Unfälle, Katastrophen oder andere traumatisierende Ereignisse vorgefallen sind. Seine Aufgabe ist laut Kanton, vor Ort Betroffenen und ihren Angehörigen mit psychosozialer Erster Hilfe und spiritueller Begleitung beizustehen, sie bei der Verarbeitung von Sinn- und Schuldfragen zu begleiten und Betroffene vor Folgeschäden wie posttraumatischen Belastungsstörungen zu bewahren.

Angegliedert ist dieses Team im Bereich „Schutz, Rettung, Betreuung“, wird durch die Notrufzentrale aufgeboten und besteht aus Einsatzleitung und Care-Givern. Care-Giver sind Psychologen, Theologen, Seelsorger oder entsprechend geschulte Personen.

In meiner Dienstzeit bei den Militärpolizei-Grenadieren in Isone durfte ich eine solche Weiterbildung zum Peer machen. Peers unterscheiden sich von Care-Givern am ehesten darin, als dass sie selbst zu ihrer „Zielgruppe“ gehören. Ein Peer ist ein Kollege, ein Ebenbürtiger, ein Gleichgestellter, wo ein Care-Giver „von aussen“ dazukommt.

2008 war ich in Bern im Rahmen der Fussball EM im Einsatz als ein Notruf einging. Im Kandertal habe sich ein Schlauchboot-Unfall ereignet, Soldaten würden vermisst. Wir wurden aufgeboten, nach den Vermissten zu suchen und die Kameraden zu betreuen.

Nie hätte ich gedacht, dass ich in den wenigen Diensttagen als Peer zum Einsatz käme. Aber solche Ereignisse kommen unverhofft. Umso mehr beruhigt es mich zu wissen, dass für den Notfall im Baselbiet nicht nur Feuerwehr, Polizei oder Sanität bereitstehen, sondern auch ein Care-Team.

Denn gerade wenn im schulischen Umfeld etwas Tragisches geschieht, kann ein Care-Giver den Kindern aufzeigen, wie sie das Erlebte nachhaltig verarbeiten können. Natürlich sind Care-Giver nicht die erste oder einzige Anlaufstelle. Wichtigste Vertrauensperson im schulischen Umfeld ist und bleibt in der Regel die Klassenlehrperson. Sie kann auf die Unterstützung der Schulleitung zählen und wo angezeigt für das Kind das Angebot des schulpsychologischen Dienstes beanspruchen.

Allerdings stehen diese Partner nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Manchmal muss schnell reagiert werden können. So zum Beispiel beim Unfall am Fasnachtsumzug in Liesberg vergangenen März.

Am Umzug haben auch Schulklassen teilgenommen, welche so zu Augenzeugen des Vorfalls wurden. Das Care Team wurde aufgeboten und hat mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern das Erlebte besprochen und bot auch Hand, zu einem späteren Zeitpunkt nochmals mit den Kindern zusammen zu sitzen.

Nehmen wir uns die Arbeit der Care-Giver doch zu Herzen und nehmen aufrichtigen Anteil am Erlebten unserer Kinder – unserer Mitmenschen. Denn manchmal reicht es, einfach zu zuhören.

Detaillierte Wahlergebnisse sind auf der Seite des Kantones zu finden.

Wir gratulieren Thomas Weber für die Wahl in den Regierungsrat. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen Kandidaten aber auch allen Wählern für die Unterstützung bedanken.